Er war doch noch so jung ...Alexander Klaws: Mobbing-Drama!

Alexander Klaws: Mobbing-Drama! Alexander Klaws © Nikolaj Georgiew
Jenny Rommel
Redakteurin

Mobbing hat viele Gesichter: Es kann jeden treffen, zu jeder Zeit. Oftmals haben die Opfer auch noch Jahre später mit den psychischen Folgen dieser Schikanen zu kämpfen. Doch es ist nie zu spät, für seine Fehler einzustehen und sich zu entschuldigen. Das tat auch der Musiker, der damals leider ebenfalls zu den Tätern gehörte.

Für den Podcast "Kino oder Couch" unterhielten sich Alexander Klaws (38) und Steven Gätjen (49) über das Musical-Drama "Dear Evan Hansen", der sich mit dem Thema Mobbing beschäftigt. Gätjen beichtete, früher manchmal seinen Mitschülern gegenüber ein richtiges "Arschloch" gewesen zu sein, woraufhin Alexander Klaws antwortete: "Dito". Dann gab der 38-Jährige zu: "Jeder hatte glaube ich schon mal mit Mobbing zu tun oder selber gemobbt. Ich war damals auch jemand, man hat immer auf cool gemacht oder wollte der Macker oder Leader einer Gruppe sein. Wenn Mädels im Spiel waren, will man die auch beeindrucken und macht dumme Sachen."

Doch nach dem Fehltritt kam am gleichen Tag schnell die Einsicht: "Ich saß schon zu Hause und habe gedacht : 'Das kannst du eigentlich nicht bringen'." Heute weiß er, dass die verbalen Attacken einfach "dumm" waren. Vor allem, da er selbst einmal das Opfer war – und immer noch an die Zeit zurückdenkt: "Dinge, die man damals bei mir so gemacht hat, die beschäftigen mich heute noch. Die vergisst man ja nicht. Das prägt einen fürs Leben."

Alexander Klaws: "Es ist nie zu spät, sich zu entschuldigen"

"Ich habe viele Jahre danach einen Mitschüler von mir getroffen. Ich habe mich bei ihm entschuldigt und wir wurden gute Freunde danach und haben Dinge unternommen", so der Musicaldarsteller. Tragisch: Besagter Mitschüler lebt heute nicht mehr! "Hätte ich das nicht gemacht und irgendwann gehört, dass er nicht mehr lebt, glaube ich, hätte mich das fertig gemacht", gibt der Musiker, der generell nie ein Blatt vor den Mund nimmt, traurig zu. Er plädiert dafür, zu seinen Fehlern zu stehen und zu sagen: "Ich war damals echt ein Idiot."

Der "DSDS"-Gewinner von 2003 hat heute selbst zwei Kinder: Lenny (5) und Flynn (2). Schon jetzt denkt er darüber nach, was passiert, wenn diese selbst mal Opfer dieses Psychoterrors werden: "Wie reagiere ich, wenn dieses oder jenes passiert?" Doch man kann seine Kinder leider nicht vor allen Gefahren beschützen, die in der Welt passieren. Man kann ihnen aber klar machen, dass man für sie da ist – und sie bei jedem Problem zu einem kommen können.

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