Jubiläums-InterviewMichelle über Männer & die Liebe: „Ich habe schon genug Vollpfosten in diesem Leben gehabt“

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Michelle über Männer & die Liebe: „Ich habe schon genug Vollpfosten in diesem Leben gehabt“ © Stadlpost.de
Brigitta Langhoff
Redaktionsleitung

Keine Frage: Michelle lebt ihr Leben. Und die Liebe? Die muss aktuell zurückstecken! Denn nach zahlreichen „Vollpfosten“ hat sie – zumindest aktuell – keine Muße mehr, Amor zu bezirzen, ihr endlich den Mann fürs Leben zu schicken. Im Interview zu ihrem 30-jährigen Bühnenjubiläum und dem dazugehörigen neuen Album „30 Jahre Michelle – Das war’s… noch nicht!“ verriet sie aber nicht nur, wie sie aktuelle zu Männern steht, sondern auch, weshalb das Duett mit Tochter Marie eine so große Bedeutung hat. 

StadlPost: Ist es schwerer für dich, einen Partner zu finden?

Michelle: "Ich bin zwar schon lange Single, aber ich bin auch nicht auf der Suche. Aber grundsätzlich gebe ich dir Recht. Es ist natürlich viel schwerer als Künstler einen Partner fürs Leben zu finden. Ich bin jetzt auch gar kein Mensch, der viel raus geht. Ich gehe nicht in Kneipen. Wenn ich mal ins Kino gehe, dann gehe ich mit meiner Tochter. Ich finde draußen als Tanja gar nicht statt, sondern als Michelle. Ich gehe wirklich nicht viel raus, weil ich es so gerne habe, auch mal Zuhause zu sein, weil ich durch meinen Job so viel unterwegs bin. Dann lernt man natürlich auch meistens nur Menschen kennen, die irgendwie aus der Branche sind. Da ist jetzt aber nichts irgendwie, wo ich sage, das ist was. Ich bin sehr gerne Single, muss ich sagen. Ich kann mich mit meinen Kindern beschäftigen, die alles von mir brauchen und abverlangen als Mama. Ich habe ja auch alle drei allein erzogen. Das ist ja auch ein harter Job. Ich weiß auch nicht, ob da ein Mann in mein Leben passen würde, weil ich bin eigentlich schon so lange allein, dass ich glaube, dass ich da nicht mal mehr drüber nachdenke. Mein Leben ist gut so, wie es ist. Ich habe schon genug Vollpfosten in diesem Leben gehabt!"

StadlPost: Wieso ist dein Duett mit Marie eine Up-Tempo-Nummer geworden?

Michelle: "Für uns beide war klar, dass wir jetzt nicht eine Nummer machen wie 'Ach mein Kind kriegt Flügel. Flieg in die weite Welt. Ich wünsche dir alles Gute', sondern, dass es halt eine Nummer zwischen Mutter und Tochter ist, die einfach cool ist. Die einfach eben nicht die traurige Ballade ist, sondern etwas Schönes und Stärke zeigt."

StadlPost: Man kann sich halt auch manchmal einfach nicht riechen. Warum das also nicht auch mal in einem Song bringen, oder? 

Michelle: "Ich denke, jeder hat im Leben Höhen und Tiefen und manchmal eben auch gemeinsam. Vor allem, wenn man eine Familie hat, und wir haben eine große Patchwork-Familie! Ich habe drei Kinder von drei Vätern. Das heißt, die Familie wächst in jede Richtung. Und sie wird immer größer, wenn ich da so Matthias anschaue. Da prallen so viele Charaktere aufeinander, dass man natürlich auch mal Höhen und Tiefen miteinander erlebt. Aber der Kern bleibt einfach da und darum geht’s auch in diesem Song."

StadlPost: Hat man als Künstler Bedenken, dass die alten Fans die neuen Songs nicht gut finden? 

Michelle: "Ich glaube, wichtig ist, dass man hinter sich selbst steht und nicht 'Everybody’s Darling' ist. Ich glaube, wenn ich alles machen würde, was den Menschen gefällt, würde ich irgendwann einsam sein und auch einsam sterben, weil ich mich immer nur nach anderen gerichtet habe. Das war nie mein Weg. Mein Weg ist das zu machen, was mir gefällt und dann kommt es auch bei den Leuten an. Ich glaube, die Leute spüren, wenn ich auf der Bühne etwas singen würde, hinter dem ich nicht stehe."

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