Rex Gildo: Welche Rolle spielte sein Manager wirklich?

Rex Gildo: Welche Rolle spielte sein Manager wirklich? © Getty Images

„Hossa!“ – wenn „sexy“ Rex Gildo († 60) auf der Bühne stand, wickelte er alle weiblichen Fans sofort um den Finger. Jahrzehnte lang ahnte niemand, wofür der Sonnyboy mit dem südländischen Charme wirklich schwärmte. Dass er vermutlich sowohl Frauen als auch Männer liebte, war ein streng gehütetes Geheimnis. Erst bei seinem Tod kam heraus, welche Rolle sein Fred Miekley († 1988) wirklich spielte.

Rex Gildo: Allround-Talent und Frauenschwarm

Von den 50ern bis in die 70er Jahre war er ein absoluter Mega-Star in Deutschland: Rex Gildo. Wenn er „Fiesta Mexicana“ schmetterte, lagen ihm die Herzen seiner vor allem weiblichen Fans zu Füßen. Rex war ein Allround-Talent, er sang, tanzte und spielte außerdem in rund 30 Filmen mit. Wie es hinter seiner gut gelaunten Fassade aussah, ahnte jedoch niemand. Ansonsten wäre ihm sicherlich sein kometenhafter Aufstieg im Showgeschäft versagt geblieben.

Rex Gildo: Bescheidene Anfänge

Das Multitalent kam am 2. Juli 1936 als Ludwig Franz Hirtreiter im bayerischen Straubing zur Welt, in bescheidenen Verhältnissen. Sein Vater Ludwig arbeitete als Handelsvertreter, während Mutter Katharina auf die fünf Kinder aufpasste. Doch die Ehe ging früh in die Brüche und nach dem Tod seiner Mutter zog Ludwig zu seinem Vater nach München. Hier startete der katholisch erzogene Teenager mit 15 Jahren eine Lehre als Dekorateur, aber nur, um nebenbei Gesangs-, Tanz-und Schauspielunterricht zu nehmen – mit Erfolg! Schon zu dieser Zeit lernte der angehende Star seinen Manager und langjährigen Freund Fred Miekley kennen, der die kommenden 37 Jahre stets an der Seite von Ludwig Franz Hirtreiter war. 1957 ergatterte sich Ludwig Franz Hirtreiter schließlich die erste Filmrolle, die sich als Karriere-Sprungbrett erwies. Wenig später bekam Ludwig, jetzt unter dem Namen Alexander Gildo, seine erste Hauptrolle – sein Co-Star damals: Connie Froboess (78).

Rex Gildo: Seine atemberaubende Karriere

Parallel sang Sexy Rexy und wurde unter dem Künstlernamen Rex Gildo zu einem wahren Frauenschwarm. Doch obwohl man ihm oft eine Beziehung zu Duett- und Filmpartnerin Gitte Haenning (75) andichtete, kam es nie zum Gang vor den Traualtar. In einem Interview behauptete Rex zwar: „Wir spielen ein Liebespaar, und das fällt uns nicht so sehr schwer", dennoch blieb sein Privatleben lange ein Geheimnis. Aus gutem Grund, denn die Bi-Sexualität, über die man inzwischen munkelt, hätte zu dieser Zeit nicht nur das Karriere-Aus bedeutet, sondern ebenso Gefängnis! Riet ihm seiner enger Freund und Vertrauter Fred Miekley vielleicht genau deshalb schon damals ab, sein Liebesleben offenzulegen? 1974 gab es dann eine überraschende Kehrtwende: Zwei Jahre nach dem Sensationserfolg „Fiesta Mexicana“ heiratet Rex Gildo seine damals 37-jährige Cousine Marion; das Paar bleibt jedoch kinderlos. Es folgen Gerüchte über Fehlgeburten und Affären, ehe es nach 20 Jahren als Schlagerstar mit Rex Gildo bergab geht. Der einstige Top-Star ist nicht mehr gefragt, doch damit kommt er klar.

Rex Gildo: Dramatische Wende nach Miekleys Tod

Das Jahr 1988 markiert eine entscheidende Wende. Nach 37 gemeinsamen Jahren stirbt Fred Miekley – und der Sänger gerät in einen rasanten Abwärtsstrudel. Rex Gildo sucht Trost im Alkohol, hält sich mit Auftritten bei Firmenfeiern mühsam über Wasser. Doch auch hier macht man sich über den oftmals sichtlich alkoholisierten Star lustig. Ein Veranstalter verklagt ihn deshalb sogar.

Rex Gildo: Ein neuer Freund?

Hofft der alternde Rex Gildo, dass der 47-jährige Dave Klingeberg seinen Fred ersetzen kann? Er lernt den jüngeren Mann bei einer Tour kennen und holt ihn direkt in sein Leben. Offiziell ist Dave Privatsekretär und Chauffeur, die beiden leben in einer Wohnung in München – was der 38 Jahre jüngere Mann für Rex Gildo in Wahrheit ist, kann man nur vermuten. Doch schnell folgt die Ernüchterung und der frühere Schlagerstar versucht seine Einsamkeit und Depressionen mit Medikamenten zu betäuben.

Rex Gildo: Weiter Rätsel um seinen Tod

Sein Tod am 23. Oktober 1999 wirft nach wie vor Rätsel auf. Schon der Auftritt in einem Möbelhaus in Bad Vilbel (Hessen) ist ein Desaster, Rex Gildo geht es offensichtlich nicht gut. Zuhause in München ist er komplett ohne Orientierung – und stürzt schließlich aus einem Toiletten-Fenster im zweiten Stock, kurz nachdem Dave den Notruf gewählt hatte. Drei Tage später stirbt Rex Gildo an seinen Verletzungen.

Noch immer ist völlig unklar, wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte und was in Wahrheit hinter dem Ganzen steckt. Ein möglicher Hinweis ist der Ort, an dem Ehefrau Marion den Schlagerstar zur letzten Ruhe betten ließ. Jetzt liegt er Seite an Seite in einem Grab mit Frank Miekley auf dem Münchner Ostfriedhof. Zusammen für die Ewigkeit.

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