Rex Gildo: Die ganze Wahrheit!

Rex Gildo: Die ganze Wahrheit! © Getty Images
Stadlpost Redaktion

In diesem Herbst wird Regisseur Rosa von Praunheim (78) Premiere mit seiner Dokumentation „Der letzte Tanz – die Rex-Gildo-Story“ feiern. 1999 sprang der „Fiesta Mexicana“-Star aus dem Fenster seiner Münchener Wohnung. Es war kein Unfall – Rex Gildo († 63) soll an seinem verblassenden Ruhm verzweifelt sein und den Freitod gewählt haben. Doch Praunheim weiß, der wahre Grund dafür war nicht der Verlust seines Ruhmes.

Das ewige Sonnyboy-Image

 Rex Gildo – immer schwarz gefärbte Haare, zum Schluss trug er eine Perücke, immer braun gebrannt, immer lächelnd – so erinnern wir uns an diesen großartigen Schlagerkünstler. Doch hinter der Fassade der Schlagerikone versteckte sich ein zutiefst zerrissener Mensch. Zwar war Rex Gildo 16 Jahre lang mit seiner Cousine Margot Anneliese Margareta Hirtreiter († 81) verheiratet, in Wahrheit liebte er aber Männer.

Doku über Gildos Homosexualität

 Genau diesen Umstand will der Berliner Regisseur Rosa von Praunheim aufdecken. Praunheim outete 1991 bereits Alfred Biolek und Hape Kerkeling in der RTL-Sendung „Der heiße Stuhl“. Zeit seines Lebens kämpft der Filmemacher für die Rechte der Schwulen: „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt.“ In seinem Film will Praunheim aufdecken, dass Rex Gildo mit seinem Entdecker und Manager Fred Miekley († 1988) liiert war.

Rex Gildo: Postum geoutet

Offenbar war Rex Gildos Ehe nichts anderes als Schein. Dennoch bestritt Rex Gildo bis zu seinem Selbstmord, dass er homosexuell war. Er baute eine glitzernde Scheinwelt um sich auf und soll auch zahlreiche Affären mit Frauen gehabt haben. Doch da war bereits Dave Klingeberg an Gildos Seite. Der Sänger stellte ihn stets als seinen Sekretär vor. Dass er mehr war, kam erst nach Gildos Suizid raus. Denn „Sekretär“ Dave Klingeberg verlangte nach Rex Gildos Tod 50 Prozent des Erbes von dessen Frau Marion. Ein Wegbegleiter verriet nach Gildos Tod dann: „Er konnte nicht mehr damit umgehen, dass er sich immer verstecken musste. Sein wahres Ich. Seine Liebe zu Männern.“ Und die war bekanntlich bis 1994 laut dem Paragrafen 175 (Handlungen unter Männern) per Gesetz verboten. Wir dürfen sehr auf Rosa von Praunheims Dokumentation gespannt sein, die im MDR, und vorab im Kino gezeigt werden soll.

 

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