Exklusiv-Interview mit Andrea Berg: „2022 wird unser Jahr!“

Exklusiv-Interview mit Andrea Berg: „2022 wird unser Jahr!“ © Getty Images
Patrizia Bartels
Redaktionsleitung
26.12.2021

StadlPost traf Deutschlands beliebteste Schlager-Ikone Andrea Berg zum Exklusiv-Interview. Die, Sängerin verrät, wie sehr sie brennt endlich wieder auf ihre „Mosaik“-Tour gehen zu dürfen und auch wie sie Weihnachten verbringt und vor allem welche Schätze sie von ihrem Papa auf dem Dachboden wieder gefunden hat.

StadlPost: Andrea, wie so viele andere Künstler auch waren Sie lange zum „Nichtstun“ verdonnert – wie haben Sie die Zeit genutzt? Was haben Sie für sich gelernt? Und was hat Sie am meisten getroffen?Andrea Berg: „Die letzten zwei Jahre haben uns gezeigt, dass nichts auf dieser Welt selbstverständlich ist und wir noch dankbarer und ehrfürchtiger mit gewissen Dingen umgehen sollten. Mir haben vor allem die persönlichen Begegnungen unendlich gefehlt. Ich war aber dennoch ständig über die sozialen Medien mit meinen Fans und dem gesamten Team in Verbindung. Wir haben virtuelle Autogrammstunden gemacht, Fanclips hochgeladen, ich habe Bilder mit meinen Tieren, Sonnenaufgänge, Deko-Projekte und das, was mir sonst noch so in die Quere kam, geschickt. Unser besonderes Heimspiel an vier Abenden vergangenen Juli in einem ganz intimen Rahmen und das damit verbundene Modellprojekt des Landkreises Rems-Murr waren wieder ein kleiner Schritt in Richtung Normalität und ein Zeichen, dass es endlich wieder losgeht. Die Stimmung war so intensiv, so besonders – man hat gespürt, wie sehr wir alle es vermisst haben.“StadlPost:

StadlPost: Wie bereiten Sie und Ihr Team sich auf die Fortsetzung der MOSAIK-Live Arena Tour Anfang Januar vor? Acht Konzerte innerhalb von zehn Tagen – ein Mammutprogramm!?

Andrea Berg: Das klingt im ersten Moment für viele Menschen sicherlich nach jeder Menge Stress. Für mich ist es allerdings weniger Belastung als vielmehr ein unglaublich großes Geschenk, dass wir alle gemeinsam das machen dürfen, was uns so viel Freude bereitet. Ich treibe sehr viel Sport, in der direkten Vorbereitung auf die Tour sogar täglich. Dann stehen Krafttraining, Jogging oder Einheiten auf dem Crosstrainer auf dem Programm. Außerdem lege ich großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Zum Frühstück gibt es bei mir kein Brot mehr, dafür Tomaten mit Schafskäse und etwas Olivenöl und viel Obst. Kohlenhydrate habe ich vom Speiseplan gestrichen, esse stattdessen gerne Fisch und Salate. Gerne darf es auch mal Thai-Curry oder ein leckerer Hackbraten sein.

StadlPost: Worauf freuen Sie sich am meisten?

Andrea Berg: Der Moment, wenn der Vorhang fällt und wir nach so langer Pause wieder mit den Fans in der Halle feiern können, wird sicherlich ein sehr emotionaler werden. Ich und mein gesamtes Team freuen uns riesig auf die Fortsetzung unserer gemeinsamen MOSAIK-Reise.

StadlPost: 2022 gibt es gleich vier Konzerte in Aspach – neben dem traditionellen Heimspiel noch die Open-Air-Show „30 Jahre Andrea Berg“ mit TV-Aufzeichnung am 29. und 30. Juli. Ist man da nervöser als bei den anderen Konzerten?

Andrea Berg: Die Heimspiel-Konzerte in Aspach sind etwas ganz Besonderes. Schon in den Wochen zuvor ist da eine besondere Vorfreude, ein großes Kribbeln spürbar, nicht nur bei mir, sondern in der gesamten Region. Schon Tage vorher reisen die ersten Gäste an und stimmen sich auf das Wochenende ein. Es sind durch das Heimspiel so viele Freundschaften unter den Besuchern entstanden, die Jahr für Jahr auf diesen Termin hinfiebern und sich freuen, sich endlich wieder zu treffen und gemeinsam eine riesige Sommerparty bei mir zu Hause zu feiern. Dass wir 2022 gleich viermal Gelegenheit dazu haben, ist unbeschreiblich schön!

StadlPost: Und was mich besonders gefreut hat, dass Sie für den Open-Air-Showstart in Aspach mit „30 Jahre Andrea Berg“ = 30 Euro ihren Fans Tickets zu einem absoluten Specialpreis angeboten haben – warum ist Ihnen das so wichtig?

Andrea Berg: Wenn ich bei meinen Konzerten ins Publikum schaue, erkenne ich so viele bekannte Gesichter. Viele Fans begleiten mich von Beginn an und kommen mittlerweile gemeinsam mit ihren Kids oder Enkeln, manche sind allein da und finden trotzdem direkt Anschluss. Es ist wie eine große Familie. Das berührt mich ungemein und zeigt, welche Kraft in der Musik steckt – und zwar generationenübergreifend. Ich durfte gemeinsam mit meinen Fans in den vergangenen 30 Jahren so viele unvergessliche Momente erleben. Wir haben zusammen gelacht, getanzt, gefeiert und geweint. Diese Erinnerungen sind wie ein kostbarer Schatz, dafür bin ich zutiefst dankbar. Und ich kann Euch versprechen: Wir werden richtig auf die Trommel hauen – 2022 wird unser Jahr!

StadlPost: Sie setzen sich enorm für Kranke und Wehrlose ein – was treibt Sie an und wie motivieren Sie? Gibt es aktuell ein Projekt, das Sie unterstützen?

Andrea Berg: Mein Papa hat mir eine ganz wichtige Botschaft mit auf den Weg gegeben: Niemand kann sich auf irgendwas etwas einbilden und niemand weiß, wie lange er bleiben kann. Bei meiner Tätigkeit in der Klinik und im Hospiz, die mich als Mensch sehr geprägt hat, wurde mir die Begrenztheit unseres Seins immer wieder deutlich. Menschen auch in Phasen oft unheilbarer Krankheit ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, ihnen etwas Hoffnung zu geben und Momente der Freude zu schenken – das ist ein unglaublich wertvolles Gefühl. Ich engagiere mich deshalb seit vielen Jahren für das Hospiz am Blumenplatz, das stups-KINDERZENTRUM und den Verein ‚Die Wiege‘ in meiner Heimatstadt Krefeld. Für mich sind die Menschen, die andere pflegen, begleiten und einfach für diejenigen da sind, die unserer Hilfe bedürfen, die wahren Helden unserer Gesellschaft. Der Pflegeberuf ist für mich der schönste der Welt, er hat noch viel, viel mehr Anerkennung und Wertschätzung verdient.

StadlPost: Weihnachten ist die Zeit der vielen kleinen, süßen Sünden – welche ist denn ihre „Lieblingssünde?“

Andrea Berg: Selbst gebackener Christstollen, Plätzchen und ein leckerer Bratapfel gehören einfach zur Weihnachtszeit dazu.

StadlPost: Kaufen Sie lieber Weihnachtsgeschenke oder machen Sie auch etwas selbst?

Andrea Berg: Auf mich strahlt die Weihnachtszeit einen ganz besonderen Zauber aus. Ich sitze gerade fleißig an der Deko für unser Haus und das Dörfle und werde sicherlich auch wieder etwas Persönliches als Geschenk anfertigen. Für mich selbst ist das allerschönste Geschenk Zeit, die ich gemeinsam mit meinen Liebsten verbringen kann. Letztes Jahr gab es für alle dann noch eine besondere Überraschung, denn ich habe ein Weihnachtswunderland in unserem Wohnzimmer aufgebaut. Vor vielen Jahren hatte es mein Papa mit einer Miniatur-Schlittschuhbahn begonnen und es dann Jahr für Jahr erweitert. Nachdem es schon fast in Vergessenheit geraten war, hat es mich wieder gepackt und ich habe Papas Schätze vom Speicher geholt, ergänzt und den ganzen Advent über gebaut und gestaltet. Die leuchtenden Augen unserer Kleinsten in der Familie zu sehen – das war toll und hat mich sofort daran erinnert, wie es damals bei uns an Weihnachten war. Wir werden es auch dieses Jahr wieder aufbauen.

StadlPost: Bekommen Ihre Tiere eigentlich auch etwas geschenkt? Wenn ja, was? – Ich denke da an diesen süßen Alpaka-Nachwuchs.

Andrea Berg: Ich bin mir sicher, dass sich unser Tierflüsterer Constantin wieder eine tolle Überraschung für die Tiere einfallen lässt.“

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